Ratgeber
Datenmigration: Förderungen in Österreich nutzen
Für Digitalisierungsvorhaben wie Datenmigration gibt es in Österreich mehrere Förderschienen. Welche in Frage kommen, welche Fristen zu beachten sind und wo der häufigste Fehler liegt.
01 — Förderung
Förderungen in Österreich
Für österreichische KMU kommt KMU.DIGITAL in Frage, für größere Vorhaben die aws-Digitalisierungsförderung. Entscheidend: Der Antrag muss bewilligt sein, bevor der Auftrag vergeben wird.
KMU.DIGITAL fördert Beratung und Umsetzung für kleine und mittlere Unternehmen anteilig, mit gedeckelter Fördersumme. Die aws-Digitalisierungsförderung greift bei größeren Projektvolumina mit niedrigerem Zuschussanteil, aber höherer absoluter Summe. Dazu kommen Landesförderungen, die je nach Bundesland unterschiedlich ausgestaltet sind.
Der häufigste Fehler ist immer derselbe: zuerst beauftragen, dann fördern wollen. Das funktioniert nicht. Planen Sie mehrere Wochen Vorlaufzeit für Antrag und Bewilligung ein.
02 — Preisrahmen
Was es kostet
- Richtwert ab
- 2.600 €
- Typische Laufzeit
- 2 bis 6 Wochen
Abhängig von Datenmenge und Qualität des Altbestands. Alle Angaben sind Richtwerte für die Einordnung — das verbindliche Angebot entsteht nach dem Erstgespräch und nennt Umfang, Fixpreis und Termine.
03 — Ablauf
So läuft ein Förderantrag
Förderschiene prüfen
Welche Schiene passt zum Vorhaben und zur Unternehmensgröße. Das entscheidet über Zuschusshöhe und Aufwand.
Angebot einholen
Für den Antrag wird üblicherweise ein Angebot benötigt — beauftragt wird noch nicht.
Antrag stellen
Einreichung mit Projektbeschreibung, Kostenaufstellung und Zeitplan.
Bewilligung abwarten
Erst nach der Zusage wird der Auftrag vergeben. Wer früher beauftragt, verliert die Förderung.
Umsetzen und abrechnen
Nach Abschluss folgt die Endabrechnung mit Nachweisen.
04 — Fragen
Häufige Fragen
Nehmen wir alles mit?
Selten sinnvoll. Karteileichen, Testdatensätze und zehn Jahre alte Vorgänge belasten das neue System. Wir empfehlen, den aktiven Bestand zu migrieren und den Rest archiviert verfügbar zu halten.
Was, wenn nach der Umschaltung etwas fehlt?
Deshalb Zählprotokoll und Rückfallmöglichkeit: Der Altbestand bleibt unangetastet, bis die Abnahme erfolgt ist. Nachträgliche Ergänzungen einzelner Bereiche sind möglich.
Können wir parallel weiterarbeiten?
Bei kurzen Umstellungen ja, mit einem Stichtag. Bei längeren Migrationen arbeitet man üblicherweise bis zur Umschaltung im Altsystem weiter und überträgt den Zuwachs am Schluss.
Wie lange dauert eine Migration?
Die Übertragung selbst meist Stunden. Die Zeit geht für Analyse, Regeln und Probeläufe drauf — üblicherweise zwei bis sechs Wochen, abhängig vom Zustand der Altdaten.
Nächster Schritt
Erste Einschätzung, ohne Verpflichtung.
Beschreibt kurz, worum es geht. Ihr bekommt eine ehrliche Antwort dazu, was realistisch ist und was es ungefähr kostet.