Ratgeber
Datenmigration: Ablauf, Vorgehen und was von euch gebraucht wird
Der Ablauf beim Thema Datenmigration von der ersten Frage bis zum laufenden Betrieb — inklusive dessen, was ihr beisteuern müsst, damit es funktioniert.
01 — Ablauf
Die Schritte im Detail
Altbestand analysieren
Ein Bericht über den tatsächlichen Zustand. Der ist regelmäßig unangenehm und immer nützlich.
Regeln festlegen
Was wird übernommen, was bereinigt, was bleibt zurück.
Probelauf
Vollständige Probemigration mit Abgleich. Erst danach wird terminiert.
Umschalten
Migration mit Zählprotokoll und definierter Rückfallmöglichkeit.
02 — Mitwirkung
Was wir von euch brauchen
- Eine Ansprechperson, die entscheiden darf — nicht nur weiterleiten.
- Zugang zu den betroffenen Systemen, rechtzeitig und nicht am Tag des Livegangs.
- Echte Beispiele aus dem Alltag — je unsauberer, desto nützlicher für den Test.
- Zwei bis vier Stunden für Abstimmung, verteilt über die Projektlaufzeit.
- Eine Antwort auf die Frage, was Erfolg bedeutet. Ohne die lässt sich hinterher nichts beurteilen.
03 — Umfang
Was dazugehört
- Analyse des Altbestands mit Bericht über Qualitätsprobleme, vor der Migration
- Abbildungsregeln zwischen alter und neuer Struktur
- Bereinigung: Dubletten, Formate, fehlende Pflichtangaben
- Probemigration mit Abgleich und Zählprotokoll
- Umschaltung mit Rückfallmöglichkeit
- Protokoll, das jeden Datensatz nachvollziehbar macht
04 — Fragen
Häufige Fragen
Nehmen wir alles mit?
Selten sinnvoll. Karteileichen, Testdatensätze und zehn Jahre alte Vorgänge belasten das neue System. Wir empfehlen, den aktiven Bestand zu migrieren und den Rest archiviert verfügbar zu halten.
Was, wenn nach der Umschaltung etwas fehlt?
Deshalb Zählprotokoll und Rückfallmöglichkeit: Der Altbestand bleibt unangetastet, bis die Abnahme erfolgt ist. Nachträgliche Ergänzungen einzelner Bereiche sind möglich.
Können wir parallel weiterarbeiten?
Bei kurzen Umstellungen ja, mit einem Stichtag. Bei längeren Migrationen arbeitet man üblicherweise bis zur Umschaltung im Altsystem weiter und überträgt den Zuwachs am Schluss.
Wie lange dauert eine Migration?
Die Übertragung selbst meist Stunden. Die Zeit geht für Analyse, Regeln und Probeläufe drauf — üblicherweise zwei bis sechs Wochen, abhängig vom Zustand der Altdaten.
05 — Entscheidung
Wie ihr weiterkommt
Der günstigste nächste Schritt ist ein Gespräch, kein Angebot. Zwanzig Minuten reichen meist, um zu klären, ob ein Vorhaben Sinn hat, in welchem Rahmen es liegt und ob wir die Richtigen dafür sind.
Falls nicht, sagen wir das. Ein ehrliches Nein kostet weniger als ein Projekt, das man nach drei Monaten abbricht — für beide Seiten.
Nächster Schritt
Erste Einschätzung, ohne Verpflichtung.
Beschreibt kurz, worum es geht. Ihr bekommt eine ehrliche Antwort dazu, was realistisch ist und was es ungefähr kostet.