Ratgeber

Prozessautomatisierung: Förderungen in Österreich nutzen

Für Digitalisierungsvorhaben wie Prozessautomatisierung gibt es in Österreich mehrere Förderschienen. Welche in Frage kommen, welche Fristen zu beachten sind und wo der häufigste Fehler liegt.

Ab 2.200 €3 bis 6 WochenStand 2026

01 — Förderung

Förderungen in Österreich

Für österreichische KMU kommt KMU.DIGITAL in Frage, für größere Vorhaben die aws-Digitalisierungsförderung. Entscheidend: Der Antrag muss bewilligt sein, bevor der Auftrag vergeben wird.

KMU.DIGITAL fördert Beratung und Umsetzung für kleine und mittlere Unternehmen anteilig, mit gedeckelter Fördersumme. Die aws-Digitalisierungsförderung greift bei größeren Projektvolumina mit niedrigerem Zuschussanteil, aber höherer absoluter Summe. Dazu kommen Landesförderungen, die je nach Bundesland unterschiedlich ausgestaltet sind.

Der häufigste Fehler ist immer derselbe: zuerst beauftragen, dann fördern wollen. Das funktioniert nicht. Planen Sie mehrere Wochen Vorlaufzeit für Antrag und Bewilligung ein.

02 — Preisrahmen

Was es kostet

Richtwert ab
2.200 €
Typische Laufzeit
3 bis 6 Wochen

Pro Ablauf; typische Projekte umfassen drei bis fünf Abläufe. Alle Angaben sind Richtwerte für die Einordnung — das verbindliche Angebot entsteht nach dem Erstgespräch und nennt Umfang, Fixpreis und Termine.

03 — Ablauf

So läuft ein Förderantrag

  1. Förderschiene prüfen

    Welche Schiene passt zum Vorhaben und zur Unternehmensgröße. Das entscheidet über Zuschusshöhe und Aufwand.

  2. Angebot einholen

    Für den Antrag wird üblicherweise ein Angebot benötigt — beauftragt wird noch nicht.

  3. Antrag stellen

    Einreichung mit Projektbeschreibung, Kostenaufstellung und Zeitplan.

  4. Bewilligung abwarten

    Erst nach der Zusage wird der Auftrag vergeben. Wer früher beauftragt, verliert die Förderung.

  5. Umsetzen und abrechnen

    Nach Abschluss folgt die Endabrechnung mit Nachweisen.

04 — Fragen

Häufige Fragen

Verlieren wir die Kontrolle über unsere Abläufe?

Im Gegenteil: Ein automatisierter Ablauf ist erstmals vollständig dokumentiert und protokolliert. Ihr seht jeden Durchlauf. Vorher wusste das nur die Person, die es immer gemacht hat.

Gibt es Förderungen dafür?

Für österreichische KMU ist KMU.DIGITAL der übliche Weg — Beratung und Umsetzung werden anteilig gefördert. Wichtig: Der Antrag muss genehmigt sein, bevor der Auftrag vergeben wird. Plant dafür Vorlaufzeit ein.

Was, wenn sich unsere Prozesse ändern?

Dann werden die Abläufe angepasst. Wir bauen sie so, dass die veränderlichen Teile — Textbausteine, Empfänger, Schwellwerte — in einer Tabelle stehen, die ihr selbst pflegt, ohne uns zu brauchen.

Wie schnell rechnet sich das?

Bei den Abläufen, mit denen wir üblicherweise anfangen, liegt die Amortisation zwischen vier und zehn Monaten. Das rechnen wir vor dem Angebot vor, nicht danach.

Was passiert mit den Leuten, die das bisher gemacht haben?

In der Praxis fällt selten eine Stelle weg — es fällt der Teil der Arbeit weg, den niemand mochte. Die Zeit geht in Dinge, für die vorher nie welche da war.

Woher wissen wir, was sich zu automatisieren lohnt?

Faustregel: Ein Ablauf lohnt sich, wenn er mindestens wöchentlich vorkommt, klare Regeln hat und heute Handarbeit ist. Wir rechnen in der Ist-Aufnahme jeden Kandidaten durch — Häufigkeit mal Dauer mal Kosten — und ihr entscheidet anhand von Zahlen.

Müssen wir dafür neue Software kaufen?

Meistens nicht. Der Großteil läuft über die Systeme, die ihr schon habt, plus eine Automatisierungsschicht. Neue Software schlagen wir nur vor, wenn eine echte Lücke besteht.

Nächster Schritt

Reden wir kurz darüber, ob sich das bei euch rechnet.

Ein Gespräch von zwanzig Minuten reicht meistens, um zu klären, ob ein Projekt Sinn hat. Wenn nicht, sagen wir das — das ist billiger für beide Seiten als ein Angebot, das niemand braucht.

Anfrage senden ↗ office@pipebot.at ODER +43 681 207 64 203