Ratgeber
Bewertungsmanagement: Ablauf, Vorgehen und was von euch gebraucht wird
Der Ablauf beim Thema Bewertungsmanagement von der ersten Frage bis zum laufenden Betrieb — inklusive dessen, was ihr beisteuern müsst, damit es funktioniert.
01 — Ablauf
Die Schritte im Detail
Zeitpunkt bestimmen
Wann ist ein Auftrag aus Kundensicht abgeschlossen? Zu früh nervt, zu spät wird vergessen.
Ablauf bauen
Anfrage, Erinnerung, Kurzlink. Zwei Kontakte, nicht mehr.
Antwortvorlagen
Für die häufigsten Fälle, damit Antworten nicht liegen bleiben.
Beobachten
Nach vier Wochen prüfen wir Rücklaufquote und schärfen Zeitpunkt und Text nach.
02 — Mitwirkung
Was wir von euch brauchen
- Eine Ansprechperson, die entscheiden darf — nicht nur weiterleiten.
- Zugang zu den betroffenen Systemen, rechtzeitig und nicht am Tag des Livegangs.
- Echte Beispiele aus dem Alltag — je unsauberer, desto nützlicher für den Test.
- Zwei bis vier Stunden für Abstimmung, verteilt über die Projektlaufzeit.
- Eine Antwort auf die Frage, was Erfolg bedeutet. Ohne die lässt sich hinterher nichts beurteilen.
03 — Umfang
Was dazugehört
- Automatische Anfrage nach Abschluss, per E-Mail oder SMS, zum richtigen Zeitpunkt
- Kurzer Weg zur Bewertung statt Suche im Profil
- Interne Rückmeldung zuerst — unzufriedene Kunden landen bei euch, nicht sofort öffentlich
- Benachrichtigung bei neuen Bewertungen mit Antwortvorschlag
- Überblick über alle Plattformen an einer Stelle
- Auswertung, welche Leistungen und welche Mitarbeitenden wie bewertet werden
04 — Fragen
Häufige Fragen
Wie viele Bewertungen brauchen wir?
Wichtiger als die Zahl ist die Regelmäßigkeit. Ein Betrieb mit 40 Bewertungen, davon fünf aus den letzten Monaten, wirkt lebendiger als einer mit 200, die alle drei Jahre alt sind.
Was tun bei einer ungerechtfertigten Bewertung?
Sachlich antworten und, wenn ein Richtlinienverstoß vorliegt, melden. Nicht: rechtfertigen, streiten oder Details des Falls öffentlich ausbreiten — Letzteres kann datenschutzrechtlich heikel werden.
Ist es erlaubt, aktiv um Bewertungen zu bitten?
Ja, solange ihr alle Kunden gleichermaßen fragt und keine Gegenleistung anbietet. Nicht erlaubt ist, gezielt nur zufriedene Kunden zu fragen oder Bewertungen zu vergüten. Der Ablauf, den wir bauen, fragt alle.
Dürfen wir unzufriedene Kunden abfangen?
Eine interne Rückfrage vor der öffentlichen Bewertung ist zulässig, solange der Weg zur öffentlichen Bewertung nicht versperrt wird. Der Unterschied ist wichtig: Ihr dürft zuerst selbst fragen, ob alles gepasst hat — ihr dürft niemanden von der Bewertung abhalten.
05 — Entscheidung
Wie ihr weiterkommt
Der günstigste nächste Schritt ist ein Gespräch, kein Angebot. Zwanzig Minuten reichen meist, um zu klären, ob ein Vorhaben Sinn hat, in welchem Rahmen es liegt und ob wir die Richtigen dafür sind.
Falls nicht, sagen wir das. Ein ehrliches Nein kostet weniger als ein Projekt, das man nach drei Monaten abbricht — für beide Seiten.
99 — Weiter
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Nächster Schritt
Wir schauen uns eure Ausgangslage an.
Erzählt uns, was heute Zeit frisst. Daraus entsteht eine Einschätzung mit Aufwand und Nutzen — und erst danach ein Angebot.