Onlineshop · Branche
Onlineshop für Rechtsanwaltskanzleien
Ein Shop, der verkauft und sich betreiben lässt — mit Zahlungsarten, Versandlogik und Anbindung an eure Warenwirtschaft. Bei Rechtsanwaltskanzleien heißt das konkret: Erstanfragen ohne Sachverhaltsangaben führen zu langen Vorgesprächen — genau dort setzt ein solches Projekt an.
01 — Ausgangslage
Warum Rechtsanwaltskanzleien das brauchen
- Erstanfragen ohne Sachverhaltsangaben führen zu langen Vorgesprächen
- Fristenverwaltung ist kritisch und teilweise händisch
- Mandanten fragen nach dem Verfahrensstand
Ein Shop ist schnell aufgesetzt und schwer zu betreiben. Die Arbeit steckt in Bestandsführung, Versand, Retouren und Rechtstexten.
02 — Anwendung
Onlineshop im Alltag einer Rechtsanwaltskanzlei
Ein strukturiertes Erstanfrageformular liefert Sachverhalt, Gegenseite, Fristen und Streitwertrahmen — das erste Gespräch beginnt bei der Einschätzung, nicht bei der Aufnahme.
- Aufsetzen auf einer Plattform, die zu eurer Größe passt, statt zur größten
- Zahlungsarten, die im deutschsprachigen Raum tatsächlich genutzt werden
- Versand- und Steuerlogik inklusive Lieferschwellen im EU-Versand
- Anbindung an Warenwirtschaft oder Buchhaltung
- Rechtstexte, Widerrufsbelehrung und Button-Lösung korrekt umgesetzt
- Barrierefreiheit nach WCAG 2.1 AA — für Shops im Verbrauchergeschäft Pflicht
03 — Ablauf
Wie ein Projekt läuft
Sortiment und Abläufe
Wie viele Artikel, welche Varianten, wie läuft Versand und Retoure heute.
Plattform wählen
Nach Sortimentsgröße, Anbindungsbedarf und wer den Shop später pflegt.
Aufbau
Shop, Zahlungen, Versand, Anbindung, Rechtstexte.
Testbestellungen
Wir bestellen durch — inklusive Retoure, Storno und Zahlungsausfall.
04 — Kosten
Richtpreise
- Richtwert ab
- 6.500 €
- Typische Laufzeit
- 6 bis 12 Wochen
Je nach Sortimentsgröße und Anbindungen; Migrationen separat. Alle Angaben sind Richtwerte für die Einordnung — das verbindliche Angebot entsteht nach dem Erstgespräch und nennt Umfang, Fixpreis und Termine.
Für österreichische KMU kommt KMU.DIGITAL in Frage, für größere Vorhaben die aws-Digitalisierungsförderung. Entscheidend: Der Antrag muss bewilligt sein, bevor der Auftrag vergeben wird.
05 — Fragen
Häufige Fragen
Muss unser Shop barrierefrei sein?
Ja, sehr wahrscheinlich. Onlineshops im Verbrauchergeschäft stehen ausdrücklich in der Liste des österreichischen Barrierefreiheitsgesetzes, das seit 28. Juni 2025 gilt. Die Ausnahme für Kleinstunternehmen greift bei Dienstleistungen, nicht beim Produktvertrieb. Verstöße können mit Verwaltungsstrafen bis 80.000 Euro geahndet werden.
Wie läuft die Umsatzsteuer im EU-Versand?
Über die Lieferschwelle hinaus wird im Bestimmungsland versteuert, üblicherweise über das One-Stop-Shop-Verfahren. Der Shop muss die Steuersätze je Land korrekt berechnen — das wird beim Aufsetzen eingerichtet und ist kein Detail, das man nachträglich flickt.
Was kostet der laufende Betrieb?
Plattformgebühren, Zahlungsanbieter, Hosting und Wartung. Bei einem kleinen Shop landet man schnell bei einigen hundert Euro im Monat, bevor eine einzige Bestellung eingegangen ist. Das gehört in die Rechnung, bevor man startet.
Shopify, WooCommerce oder etwas anderes?
Shopify, wenn ihr schnell starten wollt und mit den laufenden Gebühren leben könnt. WooCommerce, wenn ihr ohnehin WordPress betreibt und jemanden habt, der Updates macht. Bei komplexer Warenwirtschaft lohnt sich der Blick auf spezialisierte Systeme. Es gibt keine Antwort, die für alle stimmt.
Können wir vom bestehenden Shop migrieren?
Ja, mit Übernahme von Artikeln, Kunden und Bestellhistorie. Wichtig sind die Weiterleitungen der alten Produktadressen — ohne sie verliert man die Sichtbarkeit der bisherigen Seiten.
Ist das mit der anwaltlichen Verschwiegenheit vereinbar?
Nur mit entsprechender Ausgestaltung: Verarbeitung in der EU, Verschlüsselung, kein Zugriff Dritter, Auftragsverarbeitungsvertrag und klare Löschfristen. KI-Werkzeuge ohne vertragliche Absicherung sind für Mandatsinhalte ungeeignet — das ist keine Auslegungsfrage.
Kann eine KI Sachverhalte vorstrukturieren?
Sortieren, zusammenfassen und Fristen extrahieren ja — bewerten nicht. Die rechtliche Einschätzung bleibt beim Anwalt. Der Zeitgewinn liegt in der Aufbereitung, nicht in der Beurteilung.
Wie funktioniert die Kollisionsprüfung?
Automatischer Abgleich der Beteiligten gegen den Mandantenbestand beim Anfrageeingang, mit Meldung vor dem Erstgespräch statt danach.
Rechnet sich ein Onlineshop für eine kleine Rechtsanwaltskanzlei?
Das hängt an drei Zahlen: wie oft der betroffene Ablauf vorkommt, wie lange er dauert und was eine Stunde bei euch kostet. Bei Rechtsanwaltskanzleien ist der Ansatzpunkt meist Erstanfrage mit strukturierter Sachverhaltsaufnahme. Wir rechnen das vor dem Angebot mit euren Zahlen durch — und sagen es, wenn es sich nicht lohnt.
06 — Weiter
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Nächster Schritt
Wir schauen uns eure Ausgangslage an.
Erzählt uns, was heute Zeit frisst. Daraus entsteht eine Einschätzung mit Aufwand und Nutzen — und erst danach ein Angebot.