KI-Chatbot · Branche
KI-Chatbot für Rechtsanwaltskanzleien
Ein Assistent auf der Website, der die immer gleichen Fragen beantwortet — mit den Inhalten aus dem eigenen Unternehmen, nicht mit erfundenen. Bei Rechtsanwaltskanzleien heißt das konkret: Erstanfragen ohne Sachverhaltsangaben führen zu langen Vorgesprächen — genau dort setzt ein solches Projekt an.
01 — Ausgangslage
Warum Rechtsanwaltskanzleien das brauchen
- Erstanfragen ohne Sachverhaltsangaben führen zu langen Vorgesprächen
- Fristenverwaltung ist kritisch und teilweise händisch
- Mandanten fragen nach dem Verfahrensstand
Die meisten Anfragen, die per Formular oder Telefon hereinkommen, sind Wiederholungen: Öffnungszeiten, Preisrahmen, Liefergebiet, Verfügbarkeit, „macht ihr das überhaupt". Jede einzelne kostet jemanden fünf bis zehn Minuten.
02 — Anwendung
KI-Chatbot im Alltag einer Rechtsanwaltskanzlei
Ein strukturiertes Erstanfrageformular liefert Sachverhalt, Gegenseite, Fristen und Streitwertrahmen — das erste Gespräch beginnt bei der Einschätzung, nicht bei der Aufnahme.
- Aufbereitung eurer Inhalte (Website, Preislisten, PDFs, FAQ) zu einer durchsuchbaren Wissensbasis
- Antwortlogik mit Quellenbindung — der Bot erfindet nichts, sondern antwortet aus euren Dokumenten
- Eskalation an einen Menschen, sobald die Frage außerhalb der Wissensbasis liegt
- Lead-Erfassung mit Name, Anliegen und Kontaktweg direkt ins Postfach oder CRM
- Design im Look eurer Website, Light- und Dark-Mode
- AI-Act-konforme Kennzeichnung, dass es sich um ein KI-System handelt
03 — Ablauf
Wie ein Projekt läuft
Inhalte sichten
Wir sammeln, was ihr schon habt: Website-Texte, Angebote, FAQ, E-Mail-Verläufe. Daraus entsteht die Wissensbasis.
Antwortverhalten festlegen
Was darf der Bot beantworten, wo muss er weiterleiten, welcher Ton passt zu euch. Das wird schriftlich festgehalten, nicht geraten.
Testlauf mit echten Fragen
Wir füttern den Bot mit den 50 häufigsten Anfragen aus eurem Alltag und korrigieren, bis die Antworten stimmen.
Livegang und Nachschärfen
Nach dem Start sehen wir in den echten Verläufen, wo Antworten fehlen — und ergänzen sie.
04 — Kosten
Richtpreise
- Richtwert ab
- 2.400 €
- Typische Laufzeit
- 2 bis 4 Wochen
Einmalige Einrichtung inkl. Wissensbasis; laufender Betrieb je nach Volumen. Alle Angaben sind Richtwerte für die Einordnung — das verbindliche Angebot entsteht nach dem Erstgespräch und nennt Umfang, Fixpreis und Termine.
Für österreichische KMU kommt KMU.DIGITAL in Frage, für größere Vorhaben die aws-Digitalisierungsförderung. Entscheidend: Der Antrag muss bewilligt sein, bevor der Auftrag vergeben wird.
05 — Fragen
Häufige Fragen
Erfindet ein KI-Chatbot nicht einfach Antworten?
Ein frei laufendes Sprachmodell tut das. Deshalb bauen wir den Bot so, dass er ausschließlich aus einer geprüften Wissensbasis antwortet und die Quelle mitliefert. Findet er nichts, sagt er das und leitet weiter — das ist der wichtigste Teil der Konfiguration.
Wie viel Arbeit haben wir damit?
Am Anfang etwa zwei bis drei Stunden für das Sammeln der Inhalte und eine Abstimmungsrunde. Danach nichts Regelmäßiges — außer ihr wollt neue Themen ergänzen, was über ein einfaches Dokument geht.
Müssen wir den Chatbot als KI kennzeichnen?
Ja. Seit August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 des EU AI Act: Wer direkt mit einem KI-System kommuniziert, muss das erkennen können. Die Kennzeichnung bauen wir standardmäßig ein, sie kostet nichts extra.
Können wir den Bot wieder abschalten?
Jederzeit, mit einem Klick. Das Schnipsel bleibt, der Bot ist weg. Es gibt keine Mindestlaufzeit, die euch bindet.
Was, wenn der Bot eine Frage falsch beantwortet?
Ihr seht jeden Verlauf. Falsche Antworten werden nachgeschärft, indem die Wissensbasis präzisiert wird. In den ersten Wochen passiert das ein paarmal, danach kaum noch.
Ist das mit der anwaltlichen Verschwiegenheit vereinbar?
Nur mit entsprechender Ausgestaltung: Verarbeitung in der EU, Verschlüsselung, kein Zugriff Dritter, Auftragsverarbeitungsvertrag und klare Löschfristen. KI-Werkzeuge ohne vertragliche Absicherung sind für Mandatsinhalte ungeeignet — das ist keine Auslegungsfrage.
Kann eine KI Sachverhalte vorstrukturieren?
Sortieren, zusammenfassen und Fristen extrahieren ja — bewerten nicht. Die rechtliche Einschätzung bleibt beim Anwalt. Der Zeitgewinn liegt in der Aufbereitung, nicht in der Beurteilung.
Wie funktioniert die Kollisionsprüfung?
Automatischer Abgleich der Beteiligten gegen den Mandantenbestand beim Anfrageeingang, mit Meldung vor dem Erstgespräch statt danach.
Rechnet sich ein KI-Chatbot für eine kleine Rechtsanwaltskanzlei?
Das hängt an drei Zahlen: wie oft der betroffene Ablauf vorkommt, wie lange er dauert und was eine Stunde bei euch kostet. Bei Rechtsanwaltskanzleien ist der Ansatzpunkt meist Erstanfrage mit strukturierter Sachverhaltsaufnahme. Wir rechnen das vor dem Angebot mit euren Zahlen durch — und sagen es, wenn es sich nicht lohnt.
06 — Weiter
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Nächster Schritt
Wir schauen uns eure Ausgangslage an.
Erzählt uns, was heute Zeit frisst. Daraus entsteht eine Einschätzung mit Aufwand und Nutzen — und erst danach ein Angebot.