Ratgeber
Wie lange dauert ein WhatsApp-Chatbot? Realistischer Zeitplan
Ein Projekt zum Thema WhatsApp-Chatbot ist kein Wochenendvorhaben, aber auch kein Halbjahresprojekt. Was in welcher Reihenfolge passiert, woran es typischerweise hängt und wie sich die Laufzeit verkürzen lässt.
01 — Zeitrahmen
Wie lange es dauert
- Typische Laufzeit
- 2 bis 3 Wochen
- Richtwert ab
- 1.800 €
Die Laufzeit beginnt nach Freigabe des Angebots. Vorlaufzeit für Erstgespräch und Angebot: üblicherweise ein bis zwei Wochen.
02 — Ablauf
Die Schritte im Detail
Kanal einrichten
Business-Konto, Verifizierung der Nummer, Anzeigename und Profil. Das dauert je nach Prüfung ein paar Tage.
Antwortbaum bauen
Die häufigsten Anliegen werden zu einem Dialog, der schnell zum Ziel führt statt zu einem Menü mit acht Ebenen.
Team einbinden
Wer sieht was, wer antwortet, wie wird übergeben. Das Postfach wird eingerichtet und erklärt.
Livegang
Nummer wird auf Website, Google-Profil und in die Signatur gehängt. Danach beobachten wir die ersten Wochen mit.
03 — Engpässe
Woran es typischerweise hängt
- Inhalte und Zulieferungen. Der mit Abstand häufigste Verzögerungsgrund. Texte, Bilder, Preislisten, Zugänge — was fehlt, blockiert.
- Entscheidungen. Wenn unklar ist, wer freigibt, wartet das Projekt. Eine benannte Ansprechperson mit Entscheidungsbefugnis verkürzt die Laufzeit spürbar.
- Zugänge zu Drittsystemen. Zugriff auf Warenwirtschaft, Telefonanlage oder CRM zu bekommen, dauert regelmäßig länger als die Anbindung selbst.
- Abstimmungsrunden ohne Ende. Zwei Korrekturrunden sind normal, fünf sind ein Zeichen dafür, dass das Ziel am Anfang nicht klar war.
04 — Umfang
Was dazugehört
- Einrichtung des offiziellen WhatsApp-Business-Zugangs inklusive Verifizierung
- Automatische Antworten auf die häufigsten Anliegen, mit Übergabe an einen Menschen
- Gemeinsames Postfach für das Team statt Nachrichten auf einem Privathandy
- Vorlagen für Terminerinnerungen, Auftragsstatus und Rückfragen
- Anbindung an CRM oder Auftragssystem, damit Verläufe zum Kunden gehören
- Opt-in-Logik und Datenschutzhinweise nach DSGVO
05 — Fragen
Häufige Fragen
Was kostet WhatsApp im laufenden Betrieb?
Meta rechnet pro Konversation ab, gestaffelt nach Kategorie. Für einen typischen Kleinbetrieb liegen die Gebühren im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat. Wir rechnen euch das vorab anhand eures Nachrichtenvolumens durch.
Können wir Bilder und Dokumente empfangen?
Ja. Gerade im Handwerk ist das der praktische Teil: Kunden schicken ein Foto vom Schaden, der Bot ordnet es dem Vorgang zu, und ihr seht sofort, worum es geht.
Dürfen wir Kunden einfach anschreiben?
Nur mit vorheriger Zustimmung und innerhalb der von Meta erlaubten Vorlagen. Kaltakquise über WhatsApp ist weder erlaubt noch klug. Terminerinnerungen an bestehende Kunden dagegen sind unproblematisch.
Was passiert mit unserer bisherigen Nummer?
Eine Nummer, die bereits in der normalen WhatsApp-App genutzt wird, muss migriert werden — der Verlauf geht dabei verloren. Viele Betriebe nehmen deshalb eine zweite Nummer und leiten schrittweise um.
Können mehrere Leute gleichzeitig antworten?
Ja, das ist einer der Hauptgründe für den Umstieg. Das gemeinsame Postfach zeigt, wer welchen Chat bearbeitet, und verhindert Doppelantworten.
Ist WhatsApp für Unternehmen überhaupt DSGVO-konform nutzbar?
Über die offizielle Business-Schnittstelle mit einem europäischen Anbieter ja, mit Auftragsverarbeitungsvertrag und Opt-in. Die private WhatsApp-App auf einem Mitarbeiterhandy ist die Variante, die Probleme macht — genau die ersetzen wir.
Nächster Schritt
Erste Einschätzung, ohne Verpflichtung.
Beschreibt kurz, worum es geht. Ihr bekommt eine ehrliche Antwort dazu, was realistisch ist und was es ungefähr kostet.