Ratgeber
Webdesign: Ablauf, Vorgehen und was von euch gebraucht wird
Der Ablauf beim Thema Webdesign von der ersten Frage bis zum laufenden Betrieb — inklusive dessen, was ihr beisteuern müsst, damit es funktioniert.
01 — Ablauf
Die Schritte im Detail
Bestandsaufnahme
Was ist schon da an Logo, Farben, Bildsprache — und was davon trägt.
Richtung festlegen
Zwei bis drei Richtungen an einem Seitentyp, damit die Entscheidung an etwas Konkretem fällt.
System ausbauen
Aus der gewählten Richtung entsteht das System für alle Seitentypen.
Übergabe
Komponenten und Regeln werden dokumentiert und übergeben.
02 — Mitwirkung
Was wir von euch brauchen
- Eine Ansprechperson, die entscheiden darf — nicht nur weiterleiten.
- Zugang zu den betroffenen Systemen, rechtzeitig und nicht am Tag des Livegangs.
- Echte Beispiele aus dem Alltag — je unsauberer, desto nützlicher für den Test.
- Zwei bis vier Stunden für Abstimmung, verteilt über die Projektlaufzeit.
- Eine Antwort auf die Frage, was Erfolg bedeutet. Ohne die lässt sich hinterher nichts beurteilen.
03 — Umfang
Was dazugehört
- Gestaltungsraster, Typografie und Farbsystem als zusammenhängendes System
- Entwürfe für die Seitentypen, nicht für jede einzelne Seite
- Helle und dunkle Darstellung von Anfang an mitgedacht
- Kontrast- und Lesbarkeitsprüfung nach WCAG
- Komponentenbibliothek, damit neue Seiten ohne Designer entstehen können
- Übergabedokument mit den Regeln, an die sich auch andere halten können
04 — Fragen
Häufige Fragen
Brauchen wir überhaupt eigenes Design?
Nicht zwingend. Wenn ihr eine Seite mit fünf Unterseiten braucht und keine Markenambitionen habt, ist ein sauber angepasstes Grundsystem die vernünftigere Wahl. Eigenes Design lohnt sich, wenn ihr euch von Wettbewerbern abheben müsst oder viele Seiten pflegt.
Wem gehören die Dateien?
Euch. Ihr bekommt die Quelldateien und die Dokumentation. Wenn ihr später mit jemand anderem arbeitet, kann derjenige damit weitermachen.
Was ist mit Barrierefreiheit im Design?
Kontraste, Schriftgrößen, Fokusdarstellung und Klickflächen prüfen wir gegen WCAG 2.1 AA. Das ist im Design deutlich billiger als später in der Umsetzung.
Wird das auch auf dem Handy gut aussehen?
Wir gestalten die schmale Ansicht zuerst, weil dort der Großteil der Besucher ankommt. Die breite Ansicht ist der einfachere Fall, nicht umgekehrt.
Bekommen wir mehrere Entwürfe?
Zwei bis drei Richtungen an einem Seitentyp. Zehn Varianten helfen niemandem — sie verlagern die Entscheidung nur auf den Kunden, statt sie zu treffen.
05 — Entscheidung
Wie ihr weiterkommt
Der günstigste nächste Schritt ist ein Gespräch, kein Angebot. Zwanzig Minuten reichen meist, um zu klären, ob ein Vorhaben Sinn hat, in welchem Rahmen es liegt und ob wir die Richtigen dafür sind.
Falls nicht, sagen wir das. Ein ehrliches Nein kostet weniger als ein Projekt, das man nach drei Monaten abbricht — für beide Seiten.
Nächster Schritt
Erste Einschätzung, ohne Verpflichtung.
Beschreibt kurz, worum es geht. Ihr bekommt eine ehrliche Antwort dazu, was realistisch ist und was es ungefähr kostet.