Ratgeber

Was kostet eine Landingpage? Preise, Faktoren und Fördermöglichkeiten

Beim Thema Landingpage liegen die Preisspannen weit auseinander — und das hat Gründe. Was den Preis tatsächlich treibt, welcher Rahmen realistisch ist und welche Förderungen in Österreich in Frage kommen.

Ab 1.400 €1 bis 3 WochenStand 2026

01 — Preisrahmen

Was es kostet

Richtwert ab
1.400 €
Typische Laufzeit
1 bis 3 Wochen

Pro Seite; günstiger bei mehreren Varianten aus einem System. Alle Angaben sind Richtwerte für die Einordnung — das verbindliche Angebot entsteht nach dem Erstgespräch und nennt Umfang, Fixpreis und Termine.

02 — Faktoren

Was den Preis treibt

  • Umfang und Zahl der Anbindungen. Jedes zusätzliche System, das mitspielen muss, kostet Aufwand — unabhängig davon, wie einfach der Kern ist.
  • Zustand eurer Ausgangslage. Saubere Daten, vorhandene Inhalte und dokumentierte Abläufe senken den Aufwand erheblich. Chaos ist der teuerste Kostenfaktor.
  • Wie viel Neues entstehen muss. Was ihr beisteuern könnt, muss niemand erfinden. Das ist der größte Hebel, den ihr selbst in der Hand habt.
  • Anspruch an Gestaltung und Individualität. Ein solides Standardsystem kostet einen Bruchteil einer maßgeschneiderten Lösung — und reicht häufiger, als Anbieter zugeben.
  • Betriebsmodell. Einmalige Projektkosten oder laufende Betreuung: Über drei Jahre gerechnet ergibt das oft ein anderes Bild als der Angebotsvergleich.

03 — Förderung

Förderungen in Österreich

Für österreichische KMU kommt KMU.DIGITAL in Frage, für größere Vorhaben die aws-Digitalisierungsförderung. Entscheidend: Der Antrag muss bewilligt sein, bevor der Auftrag vergeben wird.

KMU.DIGITAL fördert Beratung und Umsetzung für kleine und mittlere Unternehmen anteilig, mit gedeckelter Fördersumme. Die aws-Digitalisierungsförderung greift bei größeren Projektvolumina mit niedrigerem Zuschussanteil, aber höherer absoluter Summe. Dazu kommen Landesförderungen, die je nach Bundesland unterschiedlich ausgestaltet sind.

Der häufigste Fehler ist immer derselbe: zuerst beauftragen, dann fördern wollen. Das funktioniert nicht. Planen Sie mehrere Wochen Vorlaufzeit für Antrag und Bewilligung ein.

04 — Umfang

Was dazugehört

  • Aufbau entlang der Fragen, die vor einer Entscheidung im Weg stehen
  • Ein Ziel pro Seite, ohne konkurrierende Angebote
  • Nachweise: Referenzen, Zahlen, Antworten auf die üblichen Einwände
  • Messung bis zur Anfrage, nicht nur bis zum Klick
  • Ladezeit unter zwei Sekunden auch im Mobilfunknetz
  • Variantentest, wenn genug Traffic für belastbare Aussagen da ist

05 — Fragen

Häufige Fragen

Warum nicht einfach die Startseite bewerben?

Weil die Startseite für alle da ist und deshalb für niemanden konkret. Wer auf eine Anzeige zu einem bestimmten Thema klickt, erwartet genau dieses Thema — nicht ein Menü mit acht Optionen.

Wie viele brauchen wir?

Eine pro Angebot und Zielgruppe, die getrennt beworben wird. Wenn ihr drei Leistungen an zwei Zielgruppen verkauft, sind sechs sinnvoll — sofern jede genug Traffic bekommt, um beurteilbar zu sein.

Was gehört auf jeden Fall drauf?

Was ihr anbietet, für wen, was es kostet oder zumindest in welchem Rahmen, wer ihr seid, und ein einziger klarer nächster Schritt. Preisangaben schrecken weniger ab als ihre Abwesenheit.

Muss die Landingpage zur Website passen?

Optisch ja, strukturell nicht. Sie darf deutlich schlanker sein — oft ohne Hauptnavigation, damit es nur einen Weg nach vorne gibt.

Ab wann kann man einen Test auswerten?

Als Faustregel braucht ein Variantentest pro Variante mehrere hundert Besucher und mindestens 25 bis 30 Abschlüsse, sonst misst man Zufall. Bei kleinen Zahlen ist es ehrlicher, auf Basis von Argumenten zu entscheiden statt auf Basis von Scheinstatistik.

06 — Fehler

Die häufigsten Fehler

  • Zu groß anfangen. Projekte, bei denen monatelang niemand etwas benutzen kann, scheitern überdurchschnittlich oft. Ein kleiner, nutzbarer erster Schritt ist fast immer der bessere Weg.
  • Die Leute nicht einbeziehen, die damit arbeiten. Anforderungen, die nur aus der Geschäftsführung kommen, treffen die tatsächliche Arbeit selten.
  • Kein Erfolgsmaß definieren. Ohne vorher festgelegte Kennzahl lässt sich hinterher nicht sagen, ob es etwas gebracht hat — und die nächste Entscheidung wird wieder aus dem Bauch getroffen.
  • Betriebskosten übersehen. Der Projektpreis ist nur ein Teil. Was der Betrieb über drei Jahre kostet, gehört in dieselbe Rechnung.
  • Abhängigkeit aufbauen. Wer Zugänge, Dokumentation und Quellcode nicht bekommt, ist gebunden. Das gehört vor der Beauftragung geklärt, nicht danach.

Nächster Schritt

Erste Einschätzung, ohne Verpflichtung.

Beschreibt kurz, worum es geht. Ihr bekommt eine ehrliche Antwort dazu, was realistisch ist und was es ungefähr kostet.

Anfrage senden ↗ office@pipebot.at ODER +43 681 207 64 203