Ratgeber
Checkliste: KI-Beratung vorbereiten
Was ihr klären solltet, bevor ihr Angebote zum Thema KI-Beratung einholt. Je mehr davon vorher steht, desto belastbarer werden die Angebote.
01 — Checkliste
Vor dem ersten Angebot klären
- Was soll besser werden? In einem Satz, ohne Fachbegriffe.
- Woran merkt ihr es? Eine Zahl, die sich ändern soll.
- Wer entscheidet? Eine Person, nicht ein Gremium.
- Welches Budget steht zur Verfügung? Ein Rahmen genügt — er macht Angebote vergleichbar statt beliebig.
- Bis wann? Und woran hängt der Termin.
- Welche Systeme sind betroffen? Und wer hat dort Zugang.
- Was habt ihr schon? Inhalte, Daten, Vorarbeiten — das senkt den Preis.
02 — Mitwirkung
Was wir von euch brauchen
- Eine Ansprechperson, die entscheiden darf — nicht nur weiterleiten.
- Zugang zu den betroffenen Systemen, rechtzeitig und nicht am Tag des Livegangs.
- Echte Beispiele aus dem Alltag — je unsauberer, desto nützlicher für den Test.
- Zwei bis vier Stunden für Abstimmung, verteilt über die Projektlaufzeit.
- Eine Antwort auf die Frage, was Erfolg bedeutet. Ohne die lässt sich hinterher nichts beurteilen.
03 — Fragen
Fragen, die ihr stellen solltet
- Was passiert, wenn das Projekt teurer wird als geschätzt — wer trägt das?
- Wem gehören Daten, Zugänge und, falls entwickelt wird, der Quellcode?
- Was kostet der Betrieb im zweiten und dritten Jahr?
- Wie sieht die Dokumentation aus, die wir am Ende bekommen?
- Woran würden Sie messen, ob das Projekt erfolgreich war?
- Gibt es einen Fall, in dem Sie uns davon abraten würden?
04 — Fragen
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich das von einer Beratung durch die Kammer?
Die Kammerangebote geben einen guten Überblick über Fördermöglichkeiten und Grundlagen. Wir gehen einen Schritt weiter und schauen uns eure konkreten Abläufe und Systeme an — mit Aufwandsschätzung, die wir auch selbst einhalten müssten.
Wer sollte beim Workshop dabei sein?
Mindestens eine Person aus der Geschäftsführung und zwei bis drei, die die betroffenen Abläufe täglich machen. Ohne die zweite Gruppe entsteht eine Liste, die im Alltag nicht funktioniert.
Was, wenn bei uns nichts sinnvoll ist?
Dann steht das drin. Das kommt vor, vor allem bei Betrieben mit sehr wenig wiederkehrenden Abläufen oder ohne digitale Datenbasis. Ein ehrliches Nein ist billiger als ein Projekt, das versandet.
Ist das nicht nur eine verkappte Verkaufsveranstaltung?
Die Empfehlung enthält regelmäßig Punkte, die ihr selbst oder mit eurem bestehenden Dienstleister umsetzen könnt, und ebenso Fälle, von denen wir abraten. Das Dokument gehört euch und funktioniert auch ohne uns.
Welche Förderungen gibt es in Österreich?
KMU.DIGITAL fördert Beratung und Umsetzung anteilig, die aws-Digitalisierungsförderung greift bei größeren Vorhaben. Beide setzen voraus, dass der Antrag vor der Auftragsvergabe bewilligt ist — deshalb sprechen wir das früh an und nicht am Ende.
Nächster Schritt
Wir schauen uns eure Ausgangslage an.
Erzählt uns, was heute Zeit frisst. Daraus entsteht eine Einschätzung mit Aufwand und Nutzen — und erst danach ein Angebot.