Ratgeber
Google-Unternehmensprofil: die häufigsten Fehler und wie man sie vermeidet
Projekte rund um Google-Unternehmensprofil scheitern selten an der Technik. Die Muster wiederholen sich — und lassen sich vorher abstellen.
01 — Fehler
Die häufigsten Fehler
- Zu groß anfangen. Projekte, bei denen monatelang niemand etwas benutzen kann, scheitern überdurchschnittlich oft. Ein kleiner, nutzbarer erster Schritt ist fast immer der bessere Weg.
- Die Leute nicht einbeziehen, die damit arbeiten. Anforderungen, die nur aus der Geschäftsführung kommen, treffen die tatsächliche Arbeit selten.
- Kein Erfolgsmaß definieren. Ohne vorher festgelegte Kennzahl lässt sich hinterher nicht sagen, ob es etwas gebracht hat — und die nächste Entscheidung wird wieder aus dem Bauch getroffen.
- Betriebskosten übersehen. Der Projektpreis ist nur ein Teil. Was der Betrieb über drei Jahre kostet, gehört in dieselbe Rechnung.
- Abhängigkeit aufbauen. Wer Zugänge, Dokumentation und Quellcode nicht bekommt, ist gebunden. Das gehört vor der Beauftragung geklärt, nicht danach.
02 — Warnsignale
Wann man skeptisch werden sollte
- Garantierte Ergebnisse. Wer Platz eins bei Google oder eine bestimmte Umsatzsteigerung zusagt, verkauft etwas, das er nicht liefern kann.
- Kein Nein. Ein Anbieter, der jedes Vorhaben für eine gute Idee hält, hat entweder nicht zugehört oder verkauft nur.
- Zeitdruck. Befristete Rabatte auf Projektpreise sind ein Vertriebsinstrument, kein Angebot.
- Unklare Eigentumsverhältnisse. Wer nicht klar sagt, wem Daten und Zugänge gehören, meint es nicht gut.
- Kein Ansprechpartner mit Fachkenntnis. Wenn im Erstgespräch nur Vertrieb sitzt, entstehen die Missverständnisse dort.
03 — Engpässe
Woran es typischerweise hängt
- Inhalte und Zulieferungen. Der mit Abstand häufigste Verzögerungsgrund. Texte, Bilder, Preislisten, Zugänge — was fehlt, blockiert.
- Entscheidungen. Wenn unklar ist, wer freigibt, wartet das Projekt. Eine benannte Ansprechperson mit Entscheidungsbefugnis verkürzt die Laufzeit spürbar.
- Zugänge zu Drittsystemen. Zugriff auf Warenwirtschaft, Telefonanlage oder CRM zu bekommen, dauert regelmäßig länger als die Anbindung selbst.
- Abstimmungsrunden ohne Ende. Zwei Korrekturrunden sind normal, fünf sind ein Zeichen dafür, dass das Ziel am Anfang nicht klar war.
04 — Fragen
Häufige Fragen
Wie bekommen wir mehr Bewertungen?
Fragen, und zwar zum richtigen Zeitpunkt: unmittelbar nach der erledigten Leistung, mit einem kurzen Link, ohne Gegenleistung. Gekaufte Bewertungen sind ein Verstoß gegen die Richtlinien und lassen sich erkennen.
Was ist mit falschen oder gefälschten Bewertungen?
Die lassen sich melden, mit unterschiedlichem Erfolg. Bei eindeutigen Richtlinienverstößen — Beleidigung, Verwechslung, Wettbewerber — funktioniert es oft. Bei bloß unfairer Kritik selten.
Sollen wir auf schlechte Bewertungen antworten?
Ja, sachlich, zeitnah und ohne Rechtfertigung. Die Antwort ist nicht für den Verfasser gedacht, sondern für alle, die sie später lesen. Eine ruhige Antwort auf eine harsche Bewertung wirkt oft besser als zwanzig fünf-Sterne-Einträge.
Was ist die wichtigste Einstellung im Profil?
Die Hauptkategorie. Sie entscheidet, für welche Suchanfragen ihr überhaupt in Frage kommt. Ein Betrieb, der als „Bauunternehmen" statt als „Installateur" geführt ist, taucht bei der falschen Suche auf — oder bei keiner.
Bringen Beiträge im Profil etwas?
Wenig direkten Ranking-Effekt, aber sie füllen die Fläche im Profil und zeigen Aktivität. Für Betriebe mit Aktionen oder Terminen lohnen sie sich, für andere kaum.
05 — Entscheidung
Wie ihr weiterkommt
Der günstigste nächste Schritt ist ein Gespräch, kein Angebot. Zwanzig Minuten reichen meist, um zu klären, ob ein Vorhaben Sinn hat, in welchem Rahmen es liegt und ob wir die Richtigen dafür sind.
Falls nicht, sagen wir das. Ein ehrliches Nein kostet weniger als ein Projekt, das man nach drei Monaten abbricht — für beide Seiten.
99 — Weiter
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