Prozessautomatisierung · Branche
Prozessautomatisierung für Steuerberatungskanzleien
Die Handgriffe, die jede Woche gleich sind, übernimmt ab jetzt ein System — Daten übertragen, Dokumente erzeugen, Nachrichten verschicken. Bei Steuerberatungskanzleien heißt das konkret: Belegnachforderungen kosten jedes Quartal dieselben Telefonate — genau dort setzt ein solches Projekt an.
01 — Ausgangslage
Warum Steuerberatungskanzleien das brauchen
- Belegnachforderungen kosten jedes Quartal dieselben Telefonate
- Mandanten liefern Unterlagen in zehn Formaten
- Fristen häufen sich zu bestimmten Terminen
In fast jedem Betrieb gibt es Abläufe, bei denen Menschen Daten von einem System ins nächste tippen. Das ist langsam, fehleranfällig und niemand macht es gern.
02 — Anwendung
Prozessautomatisierung im Alltag einer Steuerberatungskanzlei
Fehlende Belege werden automatisch angemahnt — mit Liste, was genau fehlt. Das ersetzt die Quartalstelefonate fast vollständig.
- Aufnahme der bestehenden Abläufe — was passiert heute wirklich, nicht was im Handbuch steht
- Priorisierung nach Zeitersparnis und Fehlerrisiko statt nach technischer Machbarkeit
- Umsetzung der Automatisierungen mit Protokollierung jedes Durchlaufs
- Fehlerbenachrichtigung: Wenn etwas hängt, erfahrt ihr es, nicht euer Kunde
- Dokumentation, die auch jemand versteht, der nicht dabei war
- Übergabe mit Einschulung, damit ihr kleine Änderungen selbst machen könnt
03 — Ablauf
Wie ein Projekt läuft
Ist-Aufnahme
Ein halber Tag, an dem wir zuschauen und mitschreiben. Meist finden sich dabei mehr Kandidaten als erwartet.
Auswahl
Wir rechnen pro Ablauf die jährliche Zeitersparnis aus und fangen bei dem an, der am meisten bringt — nicht bei dem, der am spannendsten klingt.
Bau und Test
Der Ablauf wird gebaut und mit echten Daten getestet, bevor er scharf geschaltet wird.
Betrieb
Die ersten Wochen beobachten wir mit und schärfen nach. Danach läuft es, und ihr bekommt nur noch Meldung, wenn etwas klemmt.
04 — Kosten
Richtpreise
- Richtwert ab
- 2.200 €
- Typische Laufzeit
- 3 bis 6 Wochen
Pro Ablauf; typische Projekte umfassen drei bis fünf Abläufe. Alle Angaben sind Richtwerte für die Einordnung — das verbindliche Angebot entsteht nach dem Erstgespräch und nennt Umfang, Fixpreis und Termine.
Für österreichische KMU kommt KMU.DIGITAL in Frage, für größere Vorhaben die aws-Digitalisierungsförderung. Entscheidend: Der Antrag muss bewilligt sein, bevor der Auftrag vergeben wird.
05 — Fragen
Häufige Fragen
Wie schnell rechnet sich das?
Bei den Abläufen, mit denen wir üblicherweise anfangen, liegt die Amortisation zwischen vier und zehn Monaten. Das rechnen wir vor dem Angebot vor, nicht danach.
Müssen wir dafür neue Software kaufen?
Meistens nicht. Der Großteil läuft über die Systeme, die ihr schon habt, plus eine Automatisierungsschicht. Neue Software schlagen wir nur vor, wenn eine echte Lücke besteht.
Was passiert mit den Leuten, die das bisher gemacht haben?
In der Praxis fällt selten eine Stelle weg — es fällt der Teil der Arbeit weg, den niemand mochte. Die Zeit geht in Dinge, für die vorher nie welche da war.
Woher wissen wir, was sich zu automatisieren lohnt?
Faustregel: Ein Ablauf lohnt sich, wenn er mindestens wöchentlich vorkommt, klare Regeln hat und heute Handarbeit ist. Wir rechnen in der Ist-Aufnahme jeden Kandidaten durch — Häufigkeit mal Dauer mal Kosten — und ihr entscheidet anhand von Zahlen.
Verlieren wir die Kontrolle über unsere Abläufe?
Im Gegenteil: Ein automatisierter Ablauf ist erstmals vollständig dokumentiert und protokolliert. Ihr seht jeden Durchlauf. Vorher wusste das nur die Person, die es immer gemacht hat.
Wie bringen wir Mandanten dazu, Belege zeitgerecht zu liefern?
Mit möglichst geringem Aufwand auf deren Seite: Foto per Handy, automatische Zuordnung, keine Umbenennung nötig. Dazu automatische Erinnerungen mit konkreter Fehlliste statt allgemeiner Mahnung.
Kann KI vorkontieren?
Bei wiederkehrenden Belegen mit hoher Trefferquote, als Vorschlag zur Prüfung. Die Verantwortung bleibt in der Kanzlei. Der Nutzen liegt darin, dass geprüft statt getippt wird.
Rechnet sich eine Prozessautomatisierung für eine kleine Steuerberatungskanzlei?
Das hängt an drei Zahlen: wie oft der betroffene Ablauf vorkommt, wie lange er dauert und was eine Stunde bei euch kostet. Bei Steuerberatungskanzleien ist der Ansatzpunkt meist Belegupload mit automatischer Zuordnung. Wir rechnen das vor dem Angebot mit euren Zahlen durch — und sagen es, wenn es sich nicht lohnt.
06 — Weiter
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Nächster Schritt
Reden wir kurz darüber, ob sich das bei euch rechnet.
Ein Gespräch von zwanzig Minuten reicht meistens, um zu klären, ob ein Projekt Sinn hat. Wenn nicht, sagen wir das — das ist billiger für beide Seiten als ein Angebot, das niemand braucht.