KI-Automatisierung · Branche
KI-Automatisierung für Produktionsbetriebe
Abläufe, die bisher an fehlendem Urteilsvermögen scheiterten — Texte einordnen, Dokumente lesen, Entscheidungen vorbereiten. Bei Produktionsbetrieben heißt das konkret: Auftragsdaten wandern zwischen Systemen per Hand — genau dort setzt ein solches Projekt an.
01 — Ausgangslage
Warum Produktionsbetriebe das brauchen
- Auftragsdaten wandern zwischen Systemen per Hand
- Qualitätsdokumentation ist Papierarbeit
- Kundenanfragen zum Lieferstatus binden den Vertrieb
Klassische Automatisierung scheitert an unstrukturierten Dingen: eine E-Mail verstehen, ein Formular in freiem Text lesen, aus einem Angebot die relevanten Positionen ziehen.
02 — Anwendung
KI-Automatisierung im Alltag eines Produktionsbetrieb
Kunden bekommen automatisch eine Nachricht, sobald ihr Auftrag in Fertigung geht und wenn er versandbereit ist. Die Statusanfragen im Vertrieb gehen deutlich zurück.
- Klassifikation eingehender Nachrichten nach Thema, Dringlichkeit und Zuständigkeit
- Extraktion strukturierter Daten aus E-Mails, PDFs und Formularen
- Vorformulierte Antwortentwürfe, die eine Person nur noch freigibt
- Zusammenfassungen langer Vorgänge für die Übergabe
- Klare Schwelle, ab der ein Mensch entscheidet — nichts läuft ungeprüft durch
- Protokoll jeder Entscheidung, damit nachvollziehbar bleibt, warum etwas passiert ist
03 — Ablauf
Wie ein Projekt läuft
Anwendungsfall schärfen
Nicht „wir machen was mit KI", sondern ein konkreter Ablauf mit messbarem Ergebnis.
Testdaten sammeln
Wir brauchen echte Beispiele aus eurem Betrieb — je unsauberer, desto besser für den Test.
Bauen und messen
Der Ablauf wird gebaut und gegen die Testdaten gemessen. Erst wenn die Trefferquote stimmt, geht er live.
Kontrollierter Betrieb
Anfangs prüft ein Mensch jede Entscheidung. Je nach Ergebnis wird die Prüfschwelle schrittweise gelockert.
04 — Kosten
Richtpreise
- Richtwert ab
- 3.200 €
- Typische Laufzeit
- 4 bis 8 Wochen
Je nach Anwendungsfall und Datenlage. Alle Angaben sind Richtwerte für die Einordnung — das verbindliche Angebot entsteht nach dem Erstgespräch und nennt Umfang, Fixpreis und Termine.
Für österreichische KMU kommt KMU.DIGITAL in Frage, für größere Vorhaben die aws-Digitalisierungsförderung. Entscheidend: Der Antrag muss bewilligt sein, bevor der Auftrag vergeben wird.
05 — Fragen
Häufige Fragen
Wie zuverlässig ist das?
Das hängt vom Anwendungsfall ab, und wir messen es, bevor etwas live geht. Bei Klassifikation eingehender Nachrichten liegen gut gebaute Systeme regelmäßig über neunzig Prozent. Entscheidend ist nicht die Quote allein, sondern was bei einem Fehler passiert — deshalb bauen wir immer eine Prüfschwelle ein.
Brauchen wir dafür große Datenmengen?
Nein. Anders als beim klassischen maschinellen Lernen reichen für die meisten Anwendungsfälle ein paar Dutzend gute Beispiele, weil das Sprachmodell die Sprachkompetenz schon mitbringt.
Können wir klein anfangen?
Das ist der einzige sinnvolle Weg. Ein Anwendungsfall, acht Wochen, messbares Ergebnis. Was danach kommt, entscheidet ihr auf Basis dessen, was ihr gesehen habt.
Was sagt der EU AI Act dazu?
Die meisten betrieblichen Anwendungsfälle fallen in die Kategorie mit geringem Risiko und lösen vor allem Transparenzpflichten aus. Wo Kunden direkt mit dem System sprechen oder KI-generierte Inhalte veröffentlicht werden, kennzeichnen wir das. Bei Anwendungen im Personalbereich schauen wir genauer hin, dort gelten strengere Regeln.
Landen unsere Daten im Training eines Sprachmodells?
Nein. Wir nutzen ausschließlich Zugänge, bei denen Training mit Kundendaten vertraglich ausgeschlossen ist, und verarbeiten in der EU. Bei besonders sensiblen Daten setzen wir Modelle ein, die auf eurer eigenen Infrastruktur laufen.
Lohnt sich das ohne Investition in neue Maschinen?
Ja. Der größte Teil der Verluste entsteht nicht an der Maschine, sondern zwischen den Systemen — Auftragsdaten, Rückmeldungen, Versandinformationen. Das lässt sich unabhängig vom Maschinenpark verbessern.
Was ist mit älteren Maschinen ohne Schnittstelle?
Für viele gibt es Nachrüstlösungen zur Erfassung von Laufzeit und Stillstand. Ob sich das rechnet, hängt vom Engpass ab — wenn die Maschine nicht der Engpass ist, bringt die Erfassung wenig.
Rechnet sich eine KI-Automatisierung für einen kleinen Produktionsbetrieb?
Das hängt an drei Zahlen: wie oft der betroffene Ablauf vorkommt, wie lange er dauert und was eine Stunde bei euch kostet. Bei Produktionsbetrieben ist der Ansatzpunkt meist Datenübergabe zwischen ERP, Fertigung und Versand. Wir rechnen das vor dem Angebot mit euren Zahlen durch — und sagen es, wenn es sich nicht lohnt.
06 — Weiter
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Nächster Schritt
Erste Einschätzung, ohne Verpflichtung.
Beschreibt kurz, worum es geht. Ihr bekommt eine ehrliche Antwort dazu, was realistisch ist und was es ungefähr kostet.